Gebügelte Wäsche gehört heutzutage mit zur Grundvoraussetzung, wenn es um einen guten Eindruck geht. Genauso beliebt ist frisch gebügelte Bettwäsche, wenn sie sich besonders glatt über die Bettwaren zieht. Noch vor einigen Jahren sagte man, dass jemand, der nicht richtig bügelt, in seinem Leben keinerlei Ordnung hat.

Das Bügeln ist eine Tätigkeit im Haushalt, der niemand wirklich gerne nachgeht, die aber mit zum festen Alltag gehört, wenn es um saubere und akkurate Berufskleidung geht. Ebenso ist es bei manch anderen Wäschestücken unerlässlich, dass man sie bügelt. Bei Hemden oder Anzughosen fällt das allerdings gar nicht so leicht.

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Inzwischen bietet der Markt deshalb immer öfter Wäschestücke an, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht gebügelt werden müssen, weil sie einen ohnehin zerknitterten Stoff als Grundlage benutzen. Trotzdem ist es stets sinnvoll, die Basics des Bügelns zu kennen.

Wir möchten dir nachfolgend ein kleines Einmaleins an die Seite stellen, damit auch du Wäsche viel leichter bügeln kannst. Wir erklären dir, warum es sinnvoll ist, manche Kleidungsstücke nach einer bestimmten Art zu bügeln und ob du dafür zwingend ein Bügeleisen benötigst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Bügeln dient dazu, Wäschestücke zu glätten und Falten zu entfernen. Zur Behandlung wird in der Regel im privaten Bereich ein Bügeleisen, in industriellen Gewerbe hingegen eine Bügelmaschine genutzt. Letztere sind für den privaten Gebrauch meist überdimensioniert und nur bei der Behandlung größerer Wäscheberge sinnvoll.
  • Es gibt einige Wäschestücke, die gar nicht erst gebügelt werden müssen, weil ihr Stoff knitter- und faltenfrei ist. Andere Wäsche wiederum muss besonders behandelt werden, um sie zu glätten. In einigen Fällen greifen Verbraucher daher auf die Dienstleistungen einer Wäscherei zurück.
  • Mit einigen Tricks lässt sich Wäsche auch völlig ohne Bügeleisen bügeln. Hierzu kann man beispielsweise den Föhn, ein Glätteisen, oder den Dampf der Duschzelle verwenden. Diese Methoden sind besonders auf Reisen eine willkommene Alternative, sofern man kein Bügeleisen dabei hat.

Definition: Was ist Bügeln?

Per Definition beinhaltet das Bügeln die Glättung von Wäsche mittels eines warmen oder heißen Gegenstandes. Beim Waschen entstehen aufgrund der ständigen Umwälzung der innenliegenden Wäsche Falten im Stoff. Ist sie getrocknet, zeichnen sich diese stark ab. Um die Wäschestücke wieder in Form zu bringen, werden sie anschließend gebügelt.

Für gewöhnlich nimmt der Anwender für diese Arbeit ein Bügeleisen. Hierbei handelt es sich um einen Haushaltsgegenstand, der auf elektrischer Basis arbeitet und eine Sohle aus Metall besitzt. Diese erhitzt sich nach dem Einschalten, so dass die zerknitterte Wäsche ohne Mühe behandelt werden kann.

Durch das Bügeln bekommst du deine Kleidung knitterfrei. (Bildquelle: pixabay.com / Gentle07)

Eine Alternative für das Bügeleisen ist die sogenannte Bügelmaschine, die für den normalen Verbraucher jedoch überdimensioniert scheint.

Geschichtlich tauchte das Bügeleisen erstmals im 17. Jahrhundert auf, wo es nach seinem bügelförmigen Griff benannt wurde. Damals prägte sich auch der Tätigkeitsbegriff des Bügelns.

Wäsche wurde jedoch schon lange vorher mittels geeigneter Instrumente geglättet. Innerhalb der Han-Dynastie wurde hierfür beispielsweise ein Pfanneneisen benutzt. Die ersten richtigen Bügeleisen entwickelten sich etwa im 15. Jahrhundert.

Ab dem 19. Jahrhundert wurde schließlich das Kohle-Bügeleisen verwendet, welches länger warmhielt und somit eine effizientere Arbeit möglich war. Der Vorläufer des elektrischen Bügeleisens arbeitete mit Gas oder Spiritus, was eine jedoch sehr riskante Art des Bügelns darstellte.

Die heutigen, elektrischen Bügeleisen hatten zunächst eine Oberseite aus Bakelit, das sehr hitzebeständig ist. Später ging die Industrie dann zur Verwendung von thermoplastischem Kunststoff über. Die Sohle besteht heutzutage aus rostfreiem Edelstahl.

Je nach Hersteller ist sie mit einer zusätzlichen Schicht versehen, die ein leichteres Gleiten auf der Wäsche gewährleistet.

Was ist der Unterschied zwischen Dampfbügeleisen und Bügelmaschine?

Das Bügeleisen ist ein einfach zu handhabendes Gerät, welches in jedem heutigen Haushalt zum Standard gehört. Es wird von den Meisten dazu genutzt, die Wäsche zu glätten. Das Dampfbügeleisen ist außerdem in der Lage, mittels ausströmendem Dampf die Wäsche auf leichtere Art zu glätten, da es sie so leicht anfeuchtet.

Die Bügelmaschine hingegen ist ein fast schon industriell verwendetes Gerät, welches Wäsche fachgerecht glättet. Sie wird überwiegend in Wäschereien genutzt, um größere Mengen an Wäsche zu glätten.

Heutzutage wird ausschließlich die sogenannte Heißmangel eingesetzt, da diese sich erwärmt. Der Vorläufer, die Kaltmangel, war lediglich dazu in der Lage, die Wäsche auf kalter Basis zu behandeln.

Der große Vorteil einer Bügelmaschine besteht darin, dass sie sehr gut dazu in der Lage ist, größere Mengen zu verarbeiten. Leider sind spezielle Wäschestücke wie Hemden für die Behandlung in der Maschine ungeeignet.

Sie sollten stets mit einem Bügeleisen behandelt werden. Da im regulären Haushalt keine derartigen Mengen an Wäsche zusammenkommen wie in einer Wäscherei, wird auf privater Ebene auf ihren Einsatz verzichtet.

Hintergründe: Was du über das Bügeln wissen solltest

In vielen Haushalten wird das Bügeln zu einer regelrechten Wissenschaft verteufelt. Selbstverständlich gibt es inzwischen sehr einfach zu bedienende Geräte wie das Bügeleisen, welche die Arbeit vereinfachen.

Trotzdem entscheiden sich zahlreiche Anwender dafür, einen Großteil der Wäsche nicht zu bügeln. Einfach deshalb, weil es zu viel Arbeit macht.

Eine Alternative ist die Wäscherei, die auf professionellem Niveau Wäsche vorbehandelt, sie wäscht und auch bügelt. Das kostet natürlich Geld, wofür das Budget vieler Menschen zu klein ist. Bei besonderen Wäschestücken ist eine professionelle Reinigung jedoch angeraten.

Die nachfolgenden Abschnitte beschäftigen sich mit den Grundlagen. Warum ist ein Dampfbügeleisen für den privaten Verbraucher sinnvoll? Welche Aufgaben erledigt es und wäre die Anschaffung einer Bügelmaschine nicht doch empfehlenswert?

Ist eine Bügelmaschine sinnvoll?

Wie bereits erwähnt, ist eine Bügelmaschine ein Gerät, welches vorwiegend im industriellen Bereich Anwendung findet. Auch in Wäschereien steht irgendwo stets eine Bügelmaschine oder zumindest eine Bügelpresse.

Für den privaten Verbraucher ist ein solches Gerät allerdings – auch wenn es in kleineren Ausführungen erhältlich ist – eher überdimensioniert. Zudem sich nicht alle Wäschestücke mit ihr behandeln lassen.

Die Bügelmaschine ist übrigens folgendermaßen konstruiert: Ihr Zentrum bildet ein großer Zylinder, der etwa einen Durchmesser von bis zu 2000 Millimetern besitzt und circa 100 Zentimeter breit ist.

Handelt es sich um eine sogenannte Muldenmangel, gibt es innerhalb des Geräts noch drei andere Walzen, die Hauptarbeit übernimmt jedoch der große Zylinder. Diese Walze ist auch die einzige, die beheizt wird, während die anderen hauptsächlich die Aufgabe übernehmen, die Wäsche anzupressen.

Erhitzt wird der Zylinder mittels Dampf oder Thermoöl. Dabei entsteht Wasserdampf, welcher mittels eines integrierten Ventilators ins Freie gelangt.

Die Wäsche wird von oben in die Mangel gelegt, so dass sie direkt auf der zentralen Walze aufliegt, erwärmt und geglättet wird. Innerhalb von modernen Maschinen ist, je nach Modell, ein zusätzlicher Boiler installiert, der eine Art Dampfbügeln zulässt.

Ein weiteres Kriterium, warum die Bügelmaschine im privaten Haushalt kaum Einzug hält, ist der Preis. Die günstigsten Maschinen sind zu einem Preis von etwa 600 Euro erhältlich, professionelle Ausführungen liegen bei etwa 2.000 Euro.

Ist Bügeln mit Dampf besser?

Der Markt bietet zwei unterschiedliche Ausführungen an Bügeleisen an:

  •     Bügeleisen mit Metallsohle – ohne Wassertank
  •     Dampfbügeleisen

Für welche Variante man sich hierbei entscheidet, ist Geschmackssache.

Bei Dampfbügeleisen wird der Dampf zur Glättung verwendet. (Bildquelle: pixabay.com / ThomasWolter)

Allerdings behaupten sehr viele Anwender, dass die Verwendung eines Dampfbügeleisens stets effizienter ist. Doch warum ist das so?

Das Dampfbügeleisen arbeitet mit dem Ausstoß von heißer Feuchtigkeit, dem besagten Dampf. Dieser dringt mittels eines hohen Drucks tief in die Wäsche ein und löst beim Waschen entstandene Falten aus dem Stoff. Die begleitende Hitze verfestigt ihn umgehend, so dass die Wäsche nach der Behandlung wieder schön glatt erscheint.

Bei einem normalen Bügeleisen mit Metallsohle nimmt die Behandlung mehr Zeit in Anspruch. Daher drängt sich das Dampfbügeleisen auf dem Markt immer mehr in den Vordergrund.

Es gibt zwar nach wie vor Anwender, die ein normales Bügeleisen nutzen, doch steht in der Regel stets für besonders hartnäckige Falten ohnehin ein Wasserspray in der Nähe, um die Wäsche nachträglich anzufeuchten, was dem Dampfbügeln relativ gleichkommt.

Um die Frage konkret zu beantworten: Sofern eine leichtere und vor allem zeitsparende Vorgehensweise beim Glätten von Falten gewünscht ist, eignet sich ein Dampfbügeleisen stets besser als die normalen Modelle ohne Wassertank.

Wie teuer ist es, Wäsche bügeln zu lassen?

Die Wäscherei gilt heutzutage zwar fast als veraltet, ist aber bei besonders empfindlicher Wäsche noch immer ein beliebter Anlaufpunkt, um die Stücke fachgerecht waschen und bügeln zu lassen. Selbstverständlich ist hierfür stets die Entrichtung einer Gebühr fällig.

Die meisten Waschsalons berechnen die Kosten mittels Kilopreis, denn nicht selten kommen Kunden zu ihnen, die eine ganze Waschladung mitbringen. Wie hoch der Preis ausfällt, hängt immer ein wenig von den jeweiligen Wäschestücken ab.

Handelt es sich beispielsweise nur um Bett- oder Tischwäsche, liegt der Kilopreis bei etwa sieben Euro. Muss die Wäsche lediglich gebügelt werden, kostet dies pro Kilogramm bei den meisten Anbietern sechs Euro.

Komplizierter wird es bei bestimmten Wäschestücken, wie beispielsweise einem Tafeltuch. Hier berechnen die meisten Wäschereien nach Stückzahlen, die Höhe liegt bei etwa acht Euro.

In vielen Fällen geht der Verbraucher heutzutage nur noch dann in eine Wäscherei, wenn ein besonderes Wäschestück gesondert behandelt werden muss. Dazu gehören beispielsweise Designeranzüge, Seidenblusen, oder spezielle Arbeitsbekleidung.

Kann man auch ohne Bügeleisen bügeln?

Um Wäsche glatt zu bekommen, ist nicht immer zwingend ein Bügeleisen erforderlich. Speziell auf Reisen zeigen sich sogenannte Lifehacks als zweckdienlich, wenn ein Wäschestück durch den Koffer zerknittert wurde. Hier folgen daher ein paar Methoden, wie Wäsche auch ohne Bügeleisen glatt zu bekommen ist:

Methode Erklärung
Textilfaltenglätter Diese Produkte sind im Drogeriemarkt oder Internet erhältlich. Sie werden einfach auf die betroffene Wäsche gesprüht, die idealerweise auf einem Bügel hängt. Danach ist es nur noch erforderlich, die Wäsche in Form zu ziehen, oder sie glatt zu streichen., Ein Nachteil hierbei: Manche Stoffe können mit dem Spray nicht behandelt werden, dazu gehört beispielsweise Seide.
Dusche Die Wäsche wird hierbei in der Dusche aufgehängt. Am besten eignen sich für diese Vorgehensweise kleinere Bäder, denn diese werden anschließend mit Dampf gefüllt. Einige nutzen die Chance und duschen zugleich, andere drehen einfach das Wasser auf die heißeste Stufe. Die Kleidung sollte möglichst dicht am Duschkopf hängen, aber dabei natürlich nicht nass werden., Nachdem das Wasser abgestellt ist, lässt man die Wäsche noch eine Weile hängen. Die Wäsche entknittert sich von selbst und muss hinterher nur noch einmal ausgeschüttelt werden. Da diese Methode jedoch in vielen Fällen unnötig viel Wasser verbraucht, ist sie lediglich im Notfall zu empfehlen.
Föhn Wenn man einen Föhn zur Hand hat, ist auch dieser hervorragend als Alternative zum Bügeleisen zu benutzen. Hierzu wird das Wäschestück mit einer Sprühflasche befeuchtet und anschließend von innen und außen mit dem Föhn behandelt., Durch die heiße Luft verschwinden die Knitterfalten wie von selbst.
Glätteisen Das Glätteisen ist im Prinzip ein kleines Bügeleisen, nur dass die Bügelfläche nicht so groß ist. Bei der Behandlung sollte darauf geachtet werden, dass die integrierten Heizplatten gereinigt sind, damit sich keinerlei Spuren von Haarpflegemitteln auf der Wäsche absetzen., Übrigens: Für diese Arbeit lässt sich auch wunderbar ein Lockenstab einsetzen. Allerdings sollte der Nutzer stets darauf achten, dass seine Werkzeuge nicht zu heiß laufen, da sonst die Wäsche Schaden nimmt.
Topf heißes Wasser Ein sauberer Topf wird mit heißem Wasser gefüllt. Anschließend wird dieser wie ein Bügeleisen über die Wäsche geschoben., Wichtig ist hierbei, dass der Topf nicht zu voll ist, damit das Wasser nicht überschwappt und man sich so die Finger verbrennt.
Richtig packen Sofern man unterwegs ist, lässt sich schon beim Packen verhindern, dass sich zu viele Falten in der Wäsche sammeln., Als Hilfestellung gibt es hierfür unterschiedliche Produkte auf dem Markt, wie beispielsweise eine Hemdentasche. Sie vermeidet, dass auf glatt gebügelten Hemden Falten entstehen.

Bügeln: Praktische Anwendung und Vorteile

Was es heißt zu bügeln, weißt du bis hierher und auch, wie man es sich unterwegs etwas einfacher machen kann, wenn man kein Bügeleisen dabei hat. In den folgenden Abschnitten erklären wir dir, wie man bestimmte Wäschestücke beim Bügeln behandelt und worauf du achten solltest.

Außerdem geben wir dir eine kleine Einstiegshilfe, damit du die Basics des Bügelns kennenlernst.

Wie kann ich richtig bügeln lernen?

Bis vor einigen Jahren war es möglich, den Beruf des Wäschers oder Plätters zu lernen. Hierbei handelte es sich um einen echten Ausbildungsberuf, der hauptsächlich in Wäschereien oder Textilreinigungsbetrieben, sowie Heißmangeleien ausgebildet wurde. Der Auszubildende lernte, wie er Wäschestücke richtig reinigte und sie mittels geeigneter Waschanlagen behandelte.

Der Umgang mit Bügeleisen, Heißmangel oder Bügelmaschine gehörte standardmäßig dazu. Seit dem 12. Januar 1938 war der Beruf anerkannt, am 1. August 1981 wurde er als solches aufgehoben.

Heutzutage gibt es den sogenannten Textilreiniger, der alle Bereiche miteinander vereint und noch heute ausgebildet wird.

Um zu Hause zu bügeln, benötigt man jedoch keine separate Ausbildung. Mit einigen kleinen Tipps ist es auch möglich, spielend leicht das Bügeln zu erlernen.

Eine gute Grundlage besteht darin, die Wäschestücke möglichst gut kennenzulernen und ihre Tücken einzuschätzen. Die meisten denken beispielsweise, beim Hemd beginnt man mit den glatten Stücken. Profis hingegen nehmen sich zuerst Kragen, Manschetten, Knopfleisten und Ärmel vor.

Zudem solltest du lernen, welche Wäsche du überhaupt bügeln musst. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, nutzt die Industrie in der heutigen Zeit Stoffe, die sich spielend leicht nach dem Waschen auf einen Bügel hängen lassen und nach dem Trocknen bereits faltenfrei in den Schrank gehängt werden können.

Es gibt mittlerweile viele Kleidungsstücke, die aus knitterfreien Materialien gefertigt sind. Diese Kleidungsstücke musst du nicht bügeln. (Bildquelle: 123rf.com / Andriy Popov)

Wie du bestimmte Wäschestücke beim Bügeln behandeln musst, erfährst du im nächsten Abschnitt etwas genauer.

Worauf ist beim Bügeln verschiedener Kleidung zu achten?

Generell gilt: Ohne die richtige Ausrüstung ist jegliches Bügeln zwecklos. Neben einem geeigneten Bügeleisen ist ein Bügelbrett essentiell. Es gibt sie in unterschiedlichen Breiten und Längen. Wie lang ein Bügelbrett ausfallen sollte, oder wie breit, hängt von den eigenen Vorlieben ab.

Jeder entwickelt mit der Zeit einen anderen Stil, wie er seine Wäsche bügelt. Nur für wenige Kleidungsstücke gibt es Empfehlungen, wie sie am besten und einfachsten gebügelt werden.

So scheiden sich beispielsweise die Geister, wenn es darum geht, ob ein T-Shirt erst über das Bügelbrett gezogen wird, oder man Vorder- und Rückseite zusammen auf das Bügelbrett legt.

Vor dem Bügeln ist es in jedem Fall wichtig, dass du die Wäsche vorsortierst. Dabei wird mit den feinen Sachen gestartet, die nur mit einer niedrigen Temperatur gebügelt werden können. Danach folgen Baumwolle und Leinen.

Ob du ein Wäschestück überhaupt bügeln darfst, erfährst du über das eingenähte Etikett, auf dem ein Bügeleisen abgebildet ist. Sofern dieses nicht durchgestrichen ist, kannst du es problemlos behandeln.

Nachfolgend nehmen wir uns einmal die geläufigsten Wäschestücke vor und erklären, wie du sie am besten bügelst.

Kleider bügeln

Es gibt folgendes zu beachten:

  • Kleid vor dem Bügeln auf links wenden
  • schwache bis mittlere Hitze
  • nur leichten Druck anwenden
  • bei empfindlichen Stoffen ein Baumwolltuch zwischen Kleid und Bügeleisen legen
  • nicht mit Dampf bügeln

Hemden bügeln

Es gibt folgendes zu beachten:

  • Vorderseite des Kragens zuerst bügeln
  • Stoff unter Spannung bringen und dann die Falz bügeln, die Innenseiten der Manschetten danach
  • Ärmel werden von der Schulter zur Manschette gebügelt, an der Schulter zur Naht hin bügeln
  • Vorder- und Rückseite auf links bügeln, bei der Vorderseite anfangen, danach der Rückenteil, dann der zweite Teil der Vorderseite
  • Knopfleiste zum Schluss vornehmen
  • Bügeleisen nur leicht andrücken, hinterher auskühlen lassen
  • Blusen werden auf die gleiche Art gebügelt, sofern häufig Hemden oder Blusen beim Bügeln anfallen, ist die Anschaffung eines Ärmelbretts empfehlenswert

T-Shirts bügeln

Es gibt folgendes zu beachten:

  • T-Shirt auf links drehen
  • über das Bügelbrett ziehen und den Stoff mit den Händen glatt streichen
  • von unten nach oben bügeln
  • am Kragen und den Ärmeln wird mit der Spitze des Bügeleisens genau an den Nähten entlang gearbeitet
  • anschließend das T-Shirt wieder auf rechts drehen
  • Ärmel so zusammenlegen, dass die Naht genau auf der Seite liegt und bügeln
  • Pullover werden genauso gebügelt, nur dass hier die Arme länger ausfallen

Sofern es beim T-Shirt oder Pullover gewünscht ist, dass das Kleidungsstück nicht erst über das Bügelbrett gezogen wird, muss der Anwender darauf achten, dass die Stoffschichten glatt aufeinander liegen.

Andernfalls entstehen neue Falten, die sich hinterher schwerer ausbügeln lassen. Daher ist bei den meisten Nutzern die Variante mit dem Überziehen beliebter.

Hosen bügeln

Es gibt folgendes zu beachten:

  • Jeans müssen nicht zwingend gebügelt werden
  • Hosentaschen und Hosenbund zuerst bügeln
  • Hose öffnen und bis zum Schritt über das Bügelbrett ziehen, am Schritt mit dem Bügeln beginnen und zum Bund vorarbeiten
  • das Oberteil rundherum bearbeiten, Hose wieder abziehen
  • Knöpfe und Reißverschlüsse schließen
  • Hosenbein in voller Länge auf das Bügelbrett legen
  • sofern Bügelfalten gewünscht sind, müssen die Außen- und Innennaht des Beins aufeinandergelegt werden
  • wenn keine Bügelfalten vorhanden sind, werden die Außennähte außen gelegt, die Innennaht liegt auf dem Bügelbrett, die oben liegende Seite wird geglättet
  • das Bein umgedreht und diese ebenfalls bearbeitet
  • mit dem anderen Hosenbein wird genauso verfahren

Krawatten bügeln

Es gibt folgendes zu beachten:

  • sind oft aus empfindlichem Material gefertigt, daher Vorsicht bei der Bügeltemperatur
  • mit der linken Seite nach oben auf das Bügelbrett legen
  • Dampfknopf gedrückt halten und über die Krawatte gleiten, ohne den Stoff zu berühren
  • Krawatte anschließend aufwickeln und in ein leeres, sauberes Glas stecken
  • einen Tag stehen lassen

Fazit

Bügeln wird heutzutage von vielen noch immer als Wissenschaft abgestempelt. Die ungeliebte Hausarbeit wird daher von einigen kategorisch ausgelassen.

Zwar gibt es auf dem Markt inzwischen einige Stoffe, die nicht einmal mehr gebügelt werden müssen, doch Hemden, Blusen oder Kleider bedürfen dieser speziellen Pflege. Ebenso wie Tischwäsche, die einfach gut aussehen muss, denn das Auge isst ja bekanntlich mit.

Das Bügeln an sich ist jedoch kein Hexenwerk, welches mit den richtigen Tipps sehr leicht zu erlernen ist. Wer sich erst einmal mit den Einzelheiten auseinandersetzt, steigt schnell dahinter, worauf es beim Bügeln ankommt.

Bei der Arbeit ist das Dampfbügeleisen am beliebtesten, weil es die Arbeit vereinfacht und Falten rasch ausbügelt. Bügelmaschinen sind ebenfalls erhältlich, für den privaten Gebrauch jedoch eher überdimensioniert.

Für unterwegs gibt es zudem viele Tipps, wie Falten sich rasch ohne Bügeleisen beseitigen lassen. Beim täglichen Prozedere ist das gute alte Bügeleisen aber dennoch ein unerlässlicher Gegenstand, der in keinem Haushalt fehlen sollte.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.henkel-lifetimes.de/Ratgeber/Fuer-Einsteiger/Das-erste-Mal-Blusen-buegeln-in-3-Schritten/tpl_article1816

[2] https://www.brigitte.de/leben/wohnen/haushalt/anleitung–richtig-buegeln-lernen—die-besten-tipps-10022862.html

[3] https://www.focus.de/immobilien/praxistipps/buegeln-ohne-buegeleisen-mit-diesen-tricks-bekommen-sie-ihre-kleidung-knitterfrei_id_7258348.html

[4] https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Hemden-buegeln-leicht-gemacht,buegeln110.html

[5] https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null/kurzbeschreibung&dkz=10211

[6] https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/archiv/10193.pdf