Die Digitalisierung ist bereits in viele Bereiche unseres Lebens vorgedrungen. Apps erinnern an Aufgaben und Roboter übernehmen lästige Tätigkeiten im Haushalt. Mittlerweile ist die Technik schon soweit, dass viele Aufgaben im Haushalt von Robotern übernommen werden können.

Bedeutet das aber das Aus für eine Berufsgruppe? Vorerst sicherlich noch nicht, denn Roboter werden zwar immer vielseitiger und arbeiten genauer, Haushaltshilfen werden aber immer benötigt, wenn sich ihr Aufgabenbereich zukünftig auch verlagern wird.

Roboter sind auf dem Vormarsch

In vielen Haushalten hat der Saugroboter bereits Einzug gehalten. Im Garten verrichtet der Mähroboter im Sommer seine Dienste und hält das Gras kurz.

Es gibt sogar Fensterputzroboter und theoretisch könnten sie sogar noch mehr Aufgaben übernehmen. In Versuchen haben Roboter schon aufgeräumt, Wäsche gewaschen oder Tische gedeckt, selbst Einkäufe könnten sie erledigen, wenn die Infrastruktur dafür geschaffen wird.

Saugroboter auf Teppich

Mittlerweile gibt es für fast alle Haushaltsaufgaben einen Roboter. Am bekanntesten ist wohl der Saugroboter. (Bildquelle: 123rf.com / 70274957)

Was bisher noch technische Spielereien sind, könnte in wenigen Jahren bereits zu unserem Alltag gehören.

Noch gibt es aber Probleme mit den digitalen Haushaltshilfen und auch die Kostenfrage ist vor allem für den Endkonsumenten wichtig. Geräte über 1.000 Euro werden in der Regel nicht mehr angenommen, dort liegt die finanzielle Schmerzgrenze der meisten Käufer.

Außerdem sind viele Menschen gegenüber Robotern noch sehr distanziert und würden sich eher ein Haustier anschaffen, als einen Roboter zur Arbeitserleichterung. Hier wird es vermutlich in den nächsten Jahren viel Aufklärungsarbeit geben müssen.

Intelligenz und Umsetzungsfähigkeit als Problem

Während Staubsaugerroboter weitgehend problemlos funktionieren, hat sich bei Mährobotern gezeigt, dass sie durchaus Gefahrenpotenzial haben.

Nicht nur Kleintiere wie Igel fallen ihnen regelmäßig zum Opfer, sondern auch die Hände und Füße von kleinen Kindern werden oft nicht als Hindernis erkannt, was zu schweren Verletzungen führen kann. Die Sicherheit ist bei vielen digitalen Haushaltshilfen in der Entwicklung noch ein Problem.

Oft scheitern sie an trivialen Fragen, denn wie erkennt der Haushaltsroboter zum Aufräumen, dass es sich bei einem Baby um ein lebendiges Wesen handelt und nicht um eine Puppe von Kindern.

Die Ansprüche bei Robotern sind sehr groß, denn was sie machen, sollten sie perfekt machen. Zwar sind die Geräte fähig zu lernen, wenn es allerdings um das menschliche Leben geht, dann können Fehler, aus denen sie zwar lernen, gefährlich für den Menschen werden.

Haushaltshilfen haben eine komplexe Tätigkeit – Das macht sie schwer ersetzbar

Das Aufgabenfeld einer Haushaltshilfe ist bisher bereits sehr umfangreich. Staubwischen, Putzen, Staubsaugen, Betten machen bzw. neu beziehen und vieles mehr gehört zu ihren Aufgaben. Vieles davon können Roboter ohne Probleme übernehmen, wodurch Haushaltshilfen entlastet werden würden.

Sie müssten dann nur noch die Arbeiten der Roboter kontrollieren und gegebenenfalls kleine Korrekturen machen. Vor allem im Hinblick auf die körperliche Belastung könnten Haushaltsroboter eine Entlastung bringen.

Aufgabenfelder, für die es bereits geeignete Roboter gibt, könnten mittlerweile dem Gerät überlassen werden, währen die Haushaltshilfe Zeit hat etwa das Bad zu putzen oder die Betten zu machen.

Das Ziel ist es mittlerweile nicht den Menschen völlig zu ersetzen, sondern sie sinnvoll einzusetzen, damit die Arbeiten erleichtert werden, um den Menschen zu entlasten. Dies erfordert aber auch einen Wandel im Berufsbild.

Die Aufgaben einer Haushaltshilfe verlagern sich

Das Aufgabenfeld einer Haushaltshilfe wird einerseits durch den technologischen Fortschritt verändert, andererseits durch den demografischen Wandel.

Eine Haushaltshilfe wird zukünftig die Roboter einsetzen können und sie auch betreuen müssen. Dazu werden auch kleinere Wartungsaufgaben gehören, damit die Roboter ihre Arbeit verrichten können. Roboter und Haushaltshilfe werden in Zukunft gemeinsam arbeiten, der Roboter geht beispielsweise einkaufen und die Haushaltshilfe nimmt die Einkäufe entgegen und verstaut sie.

Ein wichtiges neues Aufgabenfeld, das Haushaltshilfen zukünftig über haben werden, wie die Betreuung älterer Menschen.

Sie werden zukünftig eine wichtige Stütze für sie sein und ein Stück weit dazu beitragen, dass Menschen auch länger ein eigenständiges Leben führen können, indem sie Aufgaben übernehmen, die der älteren Generation zu anstrengend wird.

Dazu gehört etwa auch das Kochen oder kleinere Botengänge. Mithilfe von medizinischen Robotern könnten sie sogar Pflegeaufgaben übernehmen.

Weiterführende Quellen und Literatur

[1] http://www.haz.de/Nachrichten/Medien/Netzwelt/Roboter-ersetzen-keine-Haushaltshilfen
[2] https://www.chip.de/news/Roboter-fuers-Zuhause_107137259.html
[3] https://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/haushaltshilfe-putzfrau-oder-putz-roboter-wer-ist-besser/14803704.html
[4] https://www.welt.de/wissenschaft/article157326720/So-koennen-Roboter-bald-unseren-Alltag-verbessern.html

Bildquelle: unsplash.com / rawpixel

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Ines ist gelernte Raumausstatterin und kennt sich mit allem rund ums Thema Haus aus. Sie bloggt nicht nur über die neuesten Möbeltrends, sondern gibt auch Tipps zur Sauberkeit und zu aktuellen Inneneinrichtungsthemen.