Sich in wohl duftende Bettwäsche zu legen, oder morgens ein frisches T-Shirt überzustreifen, gehört mit zu den Momenten, in denen man saubere Wäsche schätzt. Das was heute zum Alltag gehört, war vor einiger Zeit noch mit viel Arbeit verbunden. Das Waschen von Wäsche hat uns nicht nur zivilisiert, sondern auch maßgeblich unsere Hygiene beeinflusst.

Heute heißt es: Wäsche rein in die Maschine, Knöpfe drücken, fertig! – Zumindest denken viele, dass es so ist. Dabei gehört zur sauberen Wäsche noch ein bisschen mehr. So dürfen manche Wäschestücke gar nicht in die Maschine und müssen per Hand gereinigt werden, während andere grundsätzlich einer professionellen Reinigung bedürfen.

Schon bei der Wahl der richtigen Waschmaschine beginnen die Fragen, gefolgt davon, bei welchen Temperaturen diverse Kleidungsstücke überhaupt gewaschen werden dürfen.

Wir möchten dir daher dieses kleine Magazin an die Seite stellen. Hier erfährst du etwas darüber, wie Waschmaschinen funktionieren, was es heißt, Wäsche zu säubern und erklären dir, wie man auch völlig ohne Waschmittel oder Wasser Wäsche sauber bekommt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Noch vor hundert Jahren wuschen Frauen die Wäsche per Hand, arbeiteten mit Soda als Waschmittel und hatten hinterher nicht selten blutige Hände vom Wringen der Wäsche. Heutzutage erledigt all das eine Waschmaschine, die unseren Alltag erheblich erleichtert.
  • Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, gibt es unterschiedliche Waschprogramme, die auf die Eigenschaften der einzelnen Wäschestücke abgestimmt sind. Das Normalwaschprogramm verarbeitet reguläre Buntwäsche, für empfindlichere Stücke gibt es das Feinwasch- oder Wollprogramm.
  • Aufgrund des Naturschutzes machen sich viele Verbraucher Gedanken um die Nachhaltigkeit in Bezug auf den Wasserverbrauch und das angewandte Waschmittel. Hierfür gibt es zahlreiche Alternativen wie indische Waschnüsse oder die Waschkugel. In der Entwicklung ist unterdessen eine Waschmaschine, die in Zukunft sogar ohne Wasser waschen soll.

Definition: Was bedeutet waschen?

Per Definition bezeichnet das Waschen die Reinigung von Textilien mittels Wasser. Für gewöhnlich ist ein entsprechendes Reinigungsmittel Teil des Ganzen, welches die Entfernung von Flecken in der Wäsche gewährleistet.

Für die Reinigung wird heutzutage eine handelsübliche Waschmaschine eingesetzt.

Die Waschmaschine ist aus dem heutigen Haushalt nicht mehr wegzudenken. (Bildquelle: pixabay.com / stevepb)

Was ist der Unterschied zwischen Frontlader und Toplader?

Die erste Frage, die man sich bei der Anschaffung einer Waschmaschine stellt, ist die, ob es ein Toplader oder Frontlader werden soll. Eines vorab: Beide Ausführungen waschen die Wäsche ohne Mühe rein, ebenso bieten sie ein breit gefächertes Spektrum an Programmen und Funktionen an. Im Idealfall besitzen sie sogar die gleichen Ausstattungsmerkmale.

Einen bedeutenden Unterschied gibt es allerdings doch: Der Frontlader wird von vorne beladen. Er entspricht den typischen Maschinen inklusive Bullauge, die man in jeder Wäscherei oder in fast jedem Haushalt findet.

Der Toplader dagegen wird von oben beladen und mittels einer Klappe verschlossen.

Toplader Waschmaschine Test 2019: Die besten Toplader im Vergleich

Für welche Ausführung man sich dabei entscheidet, ist in erster Linie Geschmacksache. Einige Verbraucher füllen lieber von oben ein, andere von vorne.

Der Teufel liegt hier im Detail, wie man so schön sagt: Toplader sind bei den meisten Herstellern nur mit einem Fassungsvermögen von bis zu sieben Kilogramm erhältlich. Bei regelmäßigen Waschgängen mit bis zu zehn Kilogramm Wäsche ist ein Frontlader hier die bessere Wahl.

Ferner lässt sich ein Toplader im Badezimmer nicht stapeln, sofern Platzmangel herrscht und man gerne den Trockner obenauf betreiben möchte.

Hintergründe: Was du über das Waschen wissen solltest

Von der Entwicklung der Waschmaschine versprach man sich die Einsparung von Energie als auch Wasser. Betrachtet man, dass in der Vorzeit lediglich zwei bis drei Mal pro Jahr gewaschen wurde, kommen wir bei der Häufigkeit der Waschgänge von heute wieder auf dieselbe Menge, oder liegen damit sogar höher.

Das Waschen ist zu einem standardmäßigen Vorgang geworden, der heutzutage mit Leichtigkeit zu bewältigen ist – Sofern man Bescheid weiß, wie richtig gewaschen wird. Als Hilfestellung nähen die meisten Bekleidungshersteller ein Label in ihre Kleidung ein.

Anhand der eingenähten Labels kannst du erkennen, wie du das Kleidungsstück waschen sollst. (Bildquelle: 123rf.com / Andriy Popov)

Auf diesem finden sich Angaben über die Waschtemperatur, ob sie geschleudert werden darf und ob der Besitzer sie in den Trockner stecken kann.

Nachfolgend nehmen wir uns den Themen an, die sich mit der direkten Wäsche beschäftigen, erläutern die Symbole auf den Labels und stellen uns den Fragen, ob man beispielsweise weder mit Wasser, noch Waschmittel waschen kann, um Wäsche trotzdem sauber und rein zu bekommen.

Was bedeuten die Symbole beim Waschen?

Das bereits erwähnte Label gibt guten Aufschluss darüber, wie das jeweilige Wäschestück zu behandeln ist. Wer noch auf der Suche nach dem jeweiligen Label ist, findet es meist dort:

  • Oberbekleidung: entweder im Kragen, oder einer seitlichen Innennaht
  • Hosen: Rückseite im Steißbereich oder seitliche Innennaht
  • Tischwäsche: in der Randfalz eingenäht
  • Bettwäsche: innere Seitennaht oder unterer Rand, in Nähe der Knopfleiste
  • Bettwaren: Banderole in der Ecke oder eingenähtes Label an der Seite

Die Symbole sind inzwischen vereinheitlicht und geben klare Hinweise darauf, wie die Wäsche zu pflegen ist.

Wasserzuber

Der Wasserzuber ist in der Regel das erste Symbol, welches im Label ganz links auftaucht. Für gewöhnlich ist eine Zahl innerhalb des „Wassers“ abgebildet, die Aufschluss über die maximale Wassertemperatur gibt.

Ist beispielsweise eine 30 abgebildet, entspricht dies einer maximalen Wassertemperatur 30 Grad Celsius. Weitere Ausführungen zeigen auch 40, 60 oder 95 Grad an.

Besonderheiten:

  • In manchen Fällen befindet sich unterhalb des Wasserbottichs ein Strich, der besagt, dass die Wäsche am besten im Schonwaschgang bei mittlerer Drehzahl und sanftem Schleudergang behandelt werden sollte. Zwei Striche hingegen zeigen die Verwendung des Wollwaschgangs an.
  • Ist der Wasserzuber durchgestrichen, bringt man das Wäschestück besser in die Reinigung.

Achtung Handwäsche

Der Wasserzuber erscheint auf dem Label und eine Hand steckt darin. Dies bedeutet, dass die Wäsche ausschließlich per Hand zu reinigen ist.

Nähere Infos zur Handwäsche erfährst du weiter unten in diesem Magazin.

Nicht alle Kleidungsstücke dürfen in die Waschmaschine. Manche Stücke sollten besser mit der Hand gewaschen werden. (Bildquelle: 123rf.com / tanyar30)

Dreieck

Das Dreieck ist das Symbol, welches im Label Aufschluss darüber gibt, inwiefern das Wäschestück gebleicht werden darf.

Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Abbildungen:

  • Reines Dreieck: Bleichen ist erlaubt
  • Durchgestrichenes Dreieck: nur Feinwaschmittel ohne optischen Aufheller verwenden
  • Dreieck mit zwei schrägen Linien: nur mit Sauerstoff bleichen
  • Dreieck mit Vermerk „CL“: Die Abkürzung „CL“ steht für Chlor. Dieses Zeichen wird heutzutage kaum noch eingesetzt.

Quadrat mit integriertem Kreis

Das Quadrat mit integriertem Kreis symbolisiert den Trockner und gibt Aufschluss darüber, ob die Wäsche in diesem behandelt werden darf.

Wäschetrockner Test 2019: Die besten Wäschetrockner im Vergleich

Es ist in drei unterschiedlichen Ausführungen auf dem Wäschelabel zu finden:

  • Durchgestrichen: Das Wäschestück darf nicht in den Trockner
  • Ein Punkt in der Mitte: Trocknen mit niedriger Temperatur möglich
  • Zwei Punkte in der Mitte: ganz normale Trocknung möglich

Bügeleisen

Das Bügeleisen gibt Hinweise darauf, ob ein Wäschestück gebügelt werden darf und wenn ja, bei welcher Temperatur.

  • Durchgestrichen: die Wäsche darf nicht gebügelt werden
  • Ein Punkt: maximal 110 Grad Celsius, Zwei Punkte: maximal 150 Grad Celsius
  • Drei Punkte: maximal 200 Grad Celsius

Reinigungssymbol

Das letzte Symbol, welches auf dem Label zu finden ist, ist ein Kreis, der entweder durchgestrichen ist, oder einen Buchstaben enthält.

Das Textilpflegesymbol ist vor allem in Wäschereien von Vorteil, wo das Wäschestück mit bestimmten Substanzen behandelt wird. Der Buchstabe erklärt, welche in Ordnung sind und welche nicht.

  • Durchgestrichen: keine chemische Reinigung anwenden
  • Buchstabe „P“: reinigen mit Perchlorethylen
  • Buchstabe „F“: Trockenreinigung mit petrologischen Lösungsmitteln

In manchen Fällen befindet sich unterhalb des Reinigungssymbols mit dem Buchstaben „P“ einer oder zwei Striche. Die Bedeutung ist hierbei dieselbe wie beim Waschzuber. Ist ein Strich verzeichnet, sollte die Wäsche schonend gereinigt werden, bei zwei Strichen ist eine sehr schonende Reinigung angezeigt.

Kann man auch ohne Waschmittel waschen?

In der heutigen Zeit ist das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz allgegenwärtig. Dementsprechend kommen einige Verbraucher auf die Idee, dass das Waschen auch ohne Waschmittel funktionieren muss.

Umweltfreundliches Waschen – Wie geht das?

Ein weiterer Grund, warum sich immer mehr Menschen dafür entscheiden, ohne Zusätze zu waschen, sind Waschmittelrückstände, die bei manchen Waschgängen entstehen und unangenehm auf der Haut sind.

Doch ist das auch wirklich sauber? Gerade bei Flecken auf der Kleidung liegt der Gedanke nah, dass es ohne Waschmittel nicht geht.

Zudem gibt es genügend Alternativen aus dem Bereich er Hausmittel, die man in Anspruch nehmen kann und zu denen wir im Verlauf dieses Magazins noch kommen werden. Ein weiteres Produkt, welches zunehmend Aufsehen erregt, ist die sogenannte Waschkugel.

Die Waschkugel ist aus sogenannter EM-Keramik gefertigt. Diese zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie vor der Verarbeitung fermentiert wurde und so Mikroorganismen speichert. Diese lösen sich im Wasser und verändern es in seiner Struktur.

View this post on Instagram

Ich möchte euch jemanden vorstellen – die Energiewaschkugel🍃 Ich verwende sie nun schon seit einigen Wochen und bin völlig begeistert. Die Wäsche riecht total frisch und wird sauber. Ich brauche seitdem kein Waschmittel und Weichspüler mehr. So spare ich natürlich etwas an Geld ein, tue der Umwelt etwas gutes und auch mir. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Waschkugeln/Wascheier von diversen Herstellern. Mit Duft, ohne Duft – da lässt sich sicher für jeden ein passendes Modell finden😊 ——————————————————————– Was diese Zauberkugel alles für Vorteile hat: __ – hält ca. 1'000 Waschgänge, bei 5 Waschgängen pro Woche = 3.5 Jahre – ohne Chemie, ideal für Allergiker – beseitigt Gerüche, auch Schweissgeruch – besonders hautfreundlich – bei allen Temperaturen einsetzbar (30° – 95°) – kein schädlichen Rückstände in der Wäsche – Schont die Textilien und erhält die Farben der Kleidung #waschkugel #umweltfreundlich #umweltfreundlichwaschen #nachhaltigkeit #keinwaschmittel #zerowaste #zerowastelife #theresnoplanetb #zerowasteschweiz #globalclimatechange #gogreen #sustainable #lowwaste #zerowasteswitzerland #geldsparen

A post shared by Nadia Schmid 🇨🇭 (@sustainable.nadia) on

Innerhalb der Maschine kommt es zu einer völlig anderen Zirkulation, die dazu führt, dass sich die fotosynthetischen Bakterien, Hefen und Milchsäurebakterien verbinden und eine Wechselwirkung mit den anderen Bakterien innerhalb der Maschine erzeugen.

Dadurch entsteht eine hohe Sterilisationskraft, die wiederum die unerwünschten Mikroorganismen innerhalb der Wäsche, sowie dem Wasser zerstört.

Schmutz und Gerüche lösen sich durch dieses Vorgehen sehr viel leichter aus dem Wäschegut, womit diese wieder sauber und rein wird.

Eine Begleiterscheinung der Waschkugel besteht außerdem darin, dass sie den pH-Wert im Waschwasser auf 10 erhöht und es somit das gleiche Niveau erreicht, als wäre Waschmittel im Einsatz. Lediglich die negativen Effekte bleiben aus.

Zudem ist die Waschkugel mehrmals verwendbar, so dass der etwas höhere Anschaffungspreis durchaus gerechtfertigt ist.

Kann man ohne Wasser waschen?

Bei dem Gedanken, wie viel Abwasser eine Waschmaschine in der Woche produziert, wird manchen Menschen übel.

Auch hier hat das Thema Nachhaltigkeit immer mehr Einzug gehalten, weswegen sich viele Gedanken darum machen, ob nicht vielleicht auch das Waschen ohne Wasser möglich ist. Bis dato gibt es diesbezüglich noch keinerlei professionelle Entwicklungen, diese wurden im Jahr 2013 aber durchaus angestellt.

In besagtem Jahr entwickelte eine amerikanische Baumarktkette ein Spray, welches auf Kleidung und Schuhen dafür sorgt, dass Schmutz einfach abperlt. In manchen Situationen mag dieses Spray zwar hilfreich sein.

Ein Ersatz für die richtige Wäsche ist es jedoch nicht, bedenkt man, dass sich auch Schweiß und Staub in der Kleidung sammeln und eine Wäsche unabdingbar machen.

Momentan ist es noch nicht möglich ohne Wasser richtig sauber zu waschen. Aber vielleicht in der Zukunft? (Bildquelle: pixabay.com / wilhei)

Unterdessen arbeitet die französische Designerin Elie Ahovi an einem Konzept, das eine Waschmaschine beinhaltet, die völlig ohne Wasser arbeitet. Die sogenannte Orbit-Maschine nutzt stattdessen Trockeneis, welches bei der Behandlung einen immensen Druck freisetzt und somit Schmutz und Flecken aus den Fasern löst.

Generell klingt das Konzept so genial, dass sich der Hersteller LG Electronics bereits mit einer Umsetzung beschäftigt. Die Maschine wird jedoch frühestens 2050 eingeführt. Bis dahin wird man bei einer Wäsche wahrscheinlich nicht ohne Wasser auskommen.

Waschen: Praktische Anwendung und Vorteile

Bis hierher hast du bereits einige Infos zum Thema „Waschen“ erhalten. Nachfolgend möchten wir dir in einem praktischen Guide das Waschen an sich näherbringen. Es ist mehr oder weniger eine Anleitung nach dem Motto „Waschen für Anfänger“, mit dem auch du deine Wäsche stets sauber bekommen solltest.

Außerdem gehen wir auf einige Hausmittel ein, die bei der Entfernung von Flecken helfen und die du vielleicht sogar in deinem eigenen Garten findest.

Welche Farben können zusammen gewaschen werden?

Einem jeden Waschgang geht die Frage voraus: Welche Wäsche wird gewaschen? Dementsprechend ist es sinnvoll, sie im Vorfeld zu sortieren. Für gewöhnlich sortiert man nach den folgenden Attributen:

  • Textilart
  • Farben
  • Waschtemperatur

Bei der Textilart kommt es auf die Beschaffenheit an, welche die Wäsche besitzt. In den meisten Fällen wird Wäsche, die sich gleichartig anfühlt, auch bei derselben Temperatur gewaschen.

Sofern du nach Farben sortierst, trennst du nach weißen, einfarbigen und schwarzen Wäschestücken. Damit verhinderst du, dass die Wäschestücke sich untereinander einfärben.

Mittlerweile gibt es allerdings schon Produkte, die das gegenseitige Verfärben der Wäsche verhindern sollen.

Wird nach der Waschtemperatur sortiert, spielt immer die Angabe im Label eine Rolle. Einige Wäschestücke dürfen nur bei 30 Grad Celsius gewaschen werden, andere nur bei Kaltwäsche.

Bei Handtüchern oder Unterwäsche hingegen sollte eine Mindesttemperatur von 60 Grad angewandt werden. Nur so wird sie richtig sauber. Vor einigen Jahr noch griff man hier auf 95 Grad Celsius zurück. Da diese Waschgänge jedoch ein immenses Maß an Energie verbrauchen, geht der Trend immer mehr zur 60-Grad-Wäsche über.

Bei wieviel Grad waschen?

Generell gilt, dass der Verbraucher sich stets an die Angabe im eingenähten Label halten sollte, was die maximale Waschtemperatur angeht.

Es gibt jedoch einige Wäschestücke, die auch ohne Label praktisch immer nur eine Empfehlung besitzen, was die Waschtemperatur angeht. Außerdem gibt es noch andere Hinweise, die wir dir in der folgenden Tabelle an die Hand geben möchten.

Vorab folgen jedoch noch ein paar generelle Tipps, die nur indirekt etwas mit den Wäschestücken an sich zu tun haben:

  • Sofern du im Waschsalon wäschst, beginne stets mit einer 60-Grad-Wäsche und verwende nach Möglichkeit ein bleichmittelhaltiges Waschmittel dazu. Das garantiert, dass aus den Vorwäschen keine Bakterien oder ähnliche Schadstoffe mit in deine Wäsche gelangen.
  • Hygienespüler sollten nur dann eingesetzt werden, wenn jemand aus der Familie unter einer ansteckenden Krankheit leidet. Der Grund: Die meisten dieser Waschmittel unterliegen der Gefahrstoffverordnung. Hier sollte man grundsätzlich vorher prüfen, ob es keine Alternative gibt.
  • Waschmaschine riecht streng: Leider ist dies eine Begleiterscheinung, die bei jeder Maschine früher oder später auftritt. Um das zu vermeiden, empfiehlt es sich, einmal pro Monat eine 60-Grad-Wäsche zu durchlaufen. So bildet sich kein muffiger Biofilm in der Maschine, der sich gegebenenfalls sogar in die eigene Wäsche setzt.

Doch welche Kleidungsstücke müssen nun wie gewaschen werden? Antworten findest du in der folgenden Tabelle:

Kleidung Grad Tipps
Unterwäsche waschen 40 - 60°C Sofern es sich um normale Unterwäsche handelt (nicht aus einem empfindlichen Stoff), wird der Normalwaschgang eingesetzt. Auch weiße Unterwäsche kann bei den angegebenen Temperaturen gewaschen werden. Ab und zu ist hier allerdings ein Waschgang mit 95°C sinnvoll.
Bettwäsche waschen 40 - 60°C Bettwäsche wird im regulären Normalwaschgang gewaschen. Als Waschmittel kann hier ein normales Buntwaschmittel eingesetzt werden.
normale Buntwäsche 30 - 40°C Die Wäsche wird meist im Normalwaschgang oder im Programm Pflegeleicht gewaschen. Hierfür gibt es spezielle Buntwaschmittel im Handel.
empfindliche Buntwäsche siehe Label Einfarbige Wäsche, die empfindlich wirkt, sollte ausschließlich mit dem Feinwaschgang gewaschen werden. In der Regel findet sich die korrekte Temperatur auf dem eingenähten Label.
Seide und Wolle handwarm Die Wäsche nur per Handwäsche waschen und möglichst rasch. Den meisten Wäschestücken dieser Art tut es nicht gut, zu lange in der Lauge zu liegen. Einige Waschmaschinen besitzen ein spezielles Wollprogramm. Hier sollte jedoch nur Wäsche gewaschen werden, die auch als maschinenwaschbar gekennzeichnet ist.
Oberhemden/T-Shirts 20°C Bei dieser Wäsche hängt es davon ab, ob Schweiß auszuwaschen ist, oder ob Flecken vorhanden sind. Sofern die Oberbekleidung nur mal durchgewaschen werden muss, sind 20°C völlig ausreichend.
Spezialwäsche 60°C Unter Spezialwäsche werden alle Wäschestücke einsortiert, die Flecken aufweisen. Beim Waschen kann hier zusätzlich auf ein bleichehaltiges Waschmittel zurückgegriffen werden. All das gilt insbesondere für Berufsbekleidung oder Wäsche, die mit Tieren in Kontakt gekommen ist. Gleiches ist angezeigt, wenn im Haushalt jemand krank ist, oder unter einer Immunschwäche leidet.

Waschen mit Hausmitteln – geht das?

Als es noch keine Waschmaschine gab, war guter Rat teuer, wenn Wäsche gewaschen werden musste. Denn das Waschen in der Vergangenheit brachte einiges an Herausforderungen mit sich.

Geschichtlich gesehen hat sich der Vorgang des Waschens binnen der letzten einhundert Jahre stark verändert. Zunächst wurde das Wasser eimerweise in den Waschkeller geschafft, weil es an Wasserleitungen mangelte.

Früher wurde die Kleidung in einem Fluss oder See gewaschen. Auch heute gibt es noch Völker, die ihre Wäsche so säubern. (Bildquelle: pixabay.com / sasint)

Danach wurde die Wäsche über einen Zeitraum von 24 Stunden eingeweicht, um sie danach in Kesseln zu kochen und mit unterschiedlichen Hilfsmitteln zu behandeln.

Als Reinigungsmittel kamen früher Kern- oder Schmierseife zum Einsatz, welche sich jedoch nur die Oberschicht leisten konnte. Ein völlig einfaches Mittel, welches ebenfalls der Reinigung der Wäsche diente, war Soda.

Zum typischen Ablauf gehörte damals auch das Auswinden der Wäsche, das vor allem Kraft von den Frauen erforderte. Unter der Einwirkung des damaligen Waschmittels war es nicht selten, dass die Wäscherinnen hinterher blutige Hände hatten.

Fanden sich danach noch Flecken in der Wäsche, war das Auslegen auf der sogenannten „Bleiche“ erforderlich. Als Bleiche bezeichnete man damals besonders saubere und gepflegte Wiesen, wo die Wäsche ausgebreitet und regelmäßig mit Gießkannen begossen wurde.

Durch das wärmende Sonnenlicht und die Feuchtigkeit entwickelte das Gras Bleichsauerstoff, der die letzten Flecken entfernte und die Wäsche erheblich aufhellte.

Durch all die Arbeitsgänge, die mit viel Zeit verbunden waren, konnten manche Familien nur etwa zwei bis drei Mal pro Jahr waschen.

Die regelmäßige Wäsche innerhalb von Waschküchen oder -häusern nutzte vor allem das wohlhabende Volk. Hier entwickelte sich über die Jahre hinweg auch das eine oder andere Konzept, welches die Handwäsche stark erleichterte.

Die ersten Waschmaschinen tauchten etwa um 1930 herum auf. Diese nutzten bereits eine Wasserleitung, waren aber noch nicht elektrisch betrieben. Die heutige Trommelwaschmaschine wurde innerhalb der 1970er Jahre eingeführt und erleichtert bis heute die Reinigung der Wäsche.

Ein Element, das noch heute immer wieder angewandt wird, ist der Ersatz für das Waschmittel. Auch heute noch verwenden manche Verbraucher Hausmittel, die Wäsche ebenso sauber waschen wie die chemischen Mischungen. Mit dazu gehören:

  • Efeu: Verwendet wird hierbei der gemeine Efeu (Hedera helix). Er enthält Saponine, die auch in indischen Waschnüssen enthalten sind. Das Waschen mit Efeu erfolgt mittels zehn dicker Efeublätter, die mittig zerrissen und in einem Socken untergebracht werden. Diesen gibt man einfach in die Maschine.
  • Essig: Ein Becher Essig wird ins Waschmittelfach der Waschmaschine gegeben. Bei Bettwäsche und Handtüchern sind zwei Becher empfehlenswert. Sofern man Essigessenz nutzt, wird diese mit vier bis fünf Teilen Wasser verdünnt. Nutzt man ihn als Ersatz für Weichspüler, wird er erst beim letzten Spülgang hinzugefügt.
  • Kastanien: Auch beim Waschen mit Kastanien kommen wieder Saponine zum Einsatz. Sie sollten nicht schimmelig sein. Eine Waschladung ist mit drei Kastanien bestens ausgestattet. Sie werden zunächst zerteilt und mit 100 Millilitern Wasser eine Stunde ziehen gelassen. Danach einfach durch ein Sieb geben und den Sud als Waschmittel verwenden.
  • Natron: Der Stoff hat den Vorteil, dass er die Wäsche schonend reinigt und die Maschine gleich mit. Als Dosierung gilt ein Esslöffel Natron-Pulver, welcher ins Waschmittelfach der Waschmaschine gegeben wird. Ein weiterer Vorteil von Natron besteht darin, dass während des Waschgangs auch die lästigen Gerüche problemlos entfernt werden.

Generell lässt sich sagen, dass bei diesen Alternativen der Verzicht auf Waschmittel gar nicht mehr so schwer erscheint.

Wie wäscht man Handwäsche?

Bestimmte Kleidungsstücke erfordern eine sogenannte Handwäsche. Dies ist meistens dann der Fall, wenn sie aus einem bestimmten Stoff gefertigt wurde, oder aber stark abfärbt. Ein gutes Beispiel ist Seide. Wird sie zu heiß gewaschen, gehen die Fasern kaputt.

Empfindliche Kleidungsstücke (z.B. aus Seide), sollten besonders schonend gewaschen werden. (Bildquelle: pixabay.com / JillWellington)

Daher muss sie schonend behandelt werden. In der Regel findet man einen entsprechenden Hinweis auf dem Etikett. Sofern das Label komplett fehlt, ist eine Handwäsche stets empfehlenswert.

Die korrekte Behandlung bei Handwäsche setzt das Einweichen voraus. Je empfindlicher das Wäschestück, desto kürzer die Einweichzeit. Reiben oder Wringen sollte man dabei unbedingt unterlassen. Ein leichtes Drücken genügt in vielen Fällen schon. Bei Wolle und Seide ist es übrigens zu vermeiden, sie zu viel im Wasser zu bewegen.

Sofern ein Waschmittel eingesetzt wird, ist Flüssigwaschmittel das Produkt der Wahl. Spezielle Woll- oder Feinwaschmittel sind ebenfalls eine Alternative. Für gewöhnlich findet die Handwäsche im Waschbecken statt. Sofern es sich jedoch um größere Sachen handelt, die gewaschen werden müssen, kann man als Ort auch die Badewanne nutzen.

Flüssigwaschmittel Test 2019: Die besten Flüssigwaschmittel im Vergleich

Nach dem Einweichen folgt schließlich die eigentliche Wäsche. Hierzu lässt man warmes Wasser ins Becken oder die Badewanne laufen, die nicht heißer ist als 30 Grad Celsius. Anschließend wird das Waschmittel der Wahl hinzugefügt und im Wasser aufgelöst.

Dann taucht man die Wäschestücke ein und bewegt sie über einen Zeitraum von zwei bis drei Minuten vorsichtig im Wasser. Die Wäsche wird nun wieder herausgenommen.

Der nächste Schritt besteht darin, das Waschmittel auszuspülen. Hierzu wird einfach klares, handwarmes Wasser genutzt. Beim anschließenden Trocknen ist es wichtig, die Wäsche, wie bereits erwähnt, nicht auszuwringen. Idealerweise legt man sie auf ein Tuch und zieht sie in Form.

Fazit

Das Waschen von Wäsche hat sich im Lauf der Zeit stark verändert. Während früher in Waschküchen und -kellern noch zahlreiche Frauen an einem Waschgang beteiligt waren, erledigt das heute die Waschmaschine.

Eine fachgerechte Wäsche ist jedoch mit einigen kleinen Herausforderungen verbunden, wie die Einstellung der richtigen Waschtemperatur, die Sortierung nach Farben, oder anderen Attributen. Nur mit den richtigen Voraussetzungen wird ein Wäschestück auch wirklich sauber und rein.

Zu guter Letzt gibt es jedoch auch heute noch Wäschestücke, die nur per Handwäsche zu reinigen sind und an die alte Geschichte erinnern.

Generell ist das Waschen jedoch kein Hexenwerk. Es ist leicht zu erlernen und dank der richtigen Geräte in der heutigen Zeit nahezu eine Leichtigkeit.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.wissenschaft.de/technik-digitales/waschmaschinen-in-zukunft-ohne-wasser/

[2] https://www.br.de/radio/bayern1/welche-waesche-bei-wieviel-grad-waschen-100.html

[3] https://www.dormando.de/waeschezeichen/

[4] https://www.welt.de/wissenschaft/article119094038/Die-Waschmaschine-der-Zukunft-waescht-ohne-Wasser.html

[5] https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/sauberkeit/waesche_waschen/index.html