Willkommen bei unserem großen Hochdruckreiniger Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Hochdruckreiniger. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Hochdruckreiniger zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Hochdruckreiniger kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Hochdruckreiniger bietet dir im Gegensatz zu herkömmlichen drucklosen Reinigungsmethoden schnellere Ergebnisse. Die Reinigung mit Hochdruck führt dabei zu einer besseren Schmutzlösung.
  • Beim Kauf stehen Sprithochdruckreiniger, Elektrohochdruckreiniger und mobile Hochdruckreiniger zur Auswahl. Mobile Hochdruckreiniger sind durch ihre kabellose Bauweise sehr vielseitig einsetzbar.
  • Bevor du dich für ein bestimmtes Modell entscheidest, solltest du die Maße, das Gewicht, den Wasserdruck, die Fördermenge und die Motorleistung genauer unter die Lupe nehmen.

Hochdruckreiniger Test: Das Ranking

Platz 1: Kärcher Hochdruckreiniger K 4 Full Control

Der Kärcher Hochdruckreiniger K 4 Full Control ist ein Gerät im mittleren Preissegment, das wahlweise mit und ohne Zubehör angeboten wird. Es leistet 20 bis 130 bar bei einer maximalen stündlichen Fördermenge von 420 Litern.

Mögliches Sonderzubehör sind eine Schlauchtrommel, ein längerer Hochdruckschlauch  (neun statt sechs Meter) und ein Flächenreiniger. Es lässt sich bei Nichtgebrauch platzsparend direkt am Gerät aufbewahren.

Der Druck wird direkt am Strahlrohr eingestellt und die Pistole verfügt über eine LED-Anzeige, die zwischen Mix / Soft / Medium / Hard unterscheidet. Durch das Plug ’n‘ Clean System können Reinigungsmittel schnell und einfach gewechselt werden.

Platz 2: Kärcher Hochdruckreiniger K 7 Full Control Plus Home

Mit dem Kärcher Hochdruckreiniger K 7 Full Control Plus Home erwirbst du ein Modell für gehobene Ansprüche, das entsprechend mehr kostet. Es verfügt über einen Flächenreiniger und schafft 180 bar bei einer maximalen Fördermenge von 600 Liter pro Stunde.

Druck und Reinigungsmittel werden bequem über Tasten an der Pistole gesteuert. Der Hochdruckreiniger verfügt über einen zehn Meter langen Schlauch sowie eine Flachstrahl-, Rotor- und Reinigungsmitteldüse als 3-in-1-Lösung. Er wird mit einem Steinreiniger geliefert.

Auch bei diesem Modell lässt sich das Reinigungsmittel dank Plug ’n‘ Clean System schnell problemlos wechseln. Es handelt es sich hierbei um ein ideales Gerät für hartnäckige Verschmutzungen und größere Flächen, denn er schafft 60 m³ pro Stunde.

Platz 3: Bosch Hochdruckreiniger EasyAquatak 120

Der Bosch Hochdruckreiniger EasyAquatak 120 ist ein sehr kompaktes Modell, das mühelos transportiert werden kann. Er verfügt neben der Pistole über einen fünf Meter langen Schlauch, eine Roto-Punkt-Düse,  eine Hochdruck-Schaumdüse und eine Flachstrahl-Düse.

Der Druck beträgt bei diesem Gerät 120 bar und die maximale Fördermenge 350 Liter pro Stunde. Die maximale Wassertemperatur sollte bei 40 °C liegen. Der Bosch EasyAquatak 120 ist ideal für alle, die ab und an kleinere Flächen zu reinigen haben.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Hochdruckreiniger kaufst

Wie funktioniert ein Hochdruckreiniger?

Im Folgenden werden wir dir die Funktionsweisen von Hochdruckreinigern kurz erläutern. Dazu geben wir dir einen Überblick über die Bestandteile eines Hochdruckreinigers:

  • Hochdruckpumpe
  • Sprühlanzen
  • Gehäuse
  • Frischwasser
  • Hochdruckschlauch
  • Wasseranschluss

Ein Hochdruckreiniger ist ein Arbeitsgerät, das mit Hilfe von Wasserdruck auch starke Verschmutzungen entfernt. Der Wasserdruck reicht von 15 bis zu mehr als 1.000 bar.

Über einen Wasseranschluss wird dem Gerät Wasser zugeführt. Eine eingebaute Hochdruckpumpe ist dafür verantwortlich, dass das Wasser durch den Anschluss in den Hochdruckreiniger gepumpt wird.

Ein eingebauter Hubkolben bewirkt daraufhin, dass das Wasser unter Druck gesetzt und in den Hochdruckschlauch weitergeleitet wird. Ein zusätzliches Auslassventil komprimiert diesen Wasserlauf und befördert ihn in die Sprühlanzen.

Von dort aus wird das Wasser dann unter hohem Druck nach außen geleitet. Hochdruckreiniger können mit verschiedenen Düsenaufsätzen beziehungsweise Sprühlanzen betrieben werden.

Was sind die Vorteile von einem Hochdruckreiniger im Gegensatz zur Reinigung mit Lappen und Bürste?

Das Reinigen mit Hochdruckreinigern bietet gegenüber einem drucklosen Reinigungsverfahren beeindruckende Vorteile. So liegt nicht nur ein sehr gutes und schnelles Reinigungsergebnis vor, sondern auch ein sehr umweltfreundliches.

Reifenreinigung mit Hochdruckreiniger

Mit einem Hochdruckreiniger kannst du fast alles schonend und einfach reinigen. (Bildquelle: pixabay.com / HutchRock)

Außerdem führt das Reinigen mit Heißwasser zu einer schnelleren Schmutzlösung und damit zu einer deutlichen Zeiteinsparung von bis zu 35 Prozent. Somit lassen sich vielfältige Reinigungsaufgaben kostengünstig und wirtschaftlich durchführen.

  • Verbesserte Hygiene: Nach der Reinigung mit Heißwasser ist eine deutliche Keimreduktion nachweisbar. Für viele Hygieneanforderungen ist diese ohne Desinfektionsmittel erzielte Keimreduktion völlig ausreichend.
  • Kurze Trocknungszeiten: Flächen, die mit Heißwasser gereinigt werden, trocknen durch die Wärme schneller ab und stehen dadurch schneller für die Weiterbearbeitung beziehungsweise Weiterverwendung zur Verfügung.
  • Kurze Reinigungsdauer: Heißwasser führt zu einer schnelleren Schmutzlösung und damit zu einer deutlichen Zeiteinsparung von bis zu 35 Prozent. Somit lassen sich vielfältige Reinigungsaufgaben kostengünstig und wirtschaftlich durchführen.
  • Ohne Chemie: Bei der Reinigung mit einem Hochdruckreiniger kann auf zusätzliche (chemische) Reinigungsmittel verzichtet werden. Das spart Geld und schont die Umwelt.

Für welche Einsatzbereiche sind Hochdruckreiniger gedacht?

Vor der Anschaffung eines Flächenreinigers solltest du dir also überlegen, was du reinigen möchtest und wie hoch der Grad der Verschmutzung ist. Hier sind drei Beispiele für Reinigungsprojekte:

Grad der Verschmutzung Beispiele für Einsatzbereiche
Gering Grill, Fahrrad, Motorrad, Gartenmöbel, Auto und Boot
Mittel Gartenterrasse, Balkon, Gehweg und Zaun
Hoch Auffahrt, Hauswand, Gartenlaube, Stallungen und Maschinenfahrzeuge

Dabei empfiehlt sich der benzinbetriebene Hochdruckreiniger eher für folgende Anwendungsgebiete:

  • Einfahrten
  • Große Außendecks
  • Häuser
  • Zäune

Der elektrisch betriebene Hochdruckreiniger ist hingegen ideal für:

  • Alle Innenbereiche
  • Grill
  • Motorrad
  • Fahrrad
  • Boot
  • Auto

Hochdruckreiniger eignen sich für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete im privaten Innen- und Außenbereich. So werden Gartenmöbel, Terrassen, Wege, Autos oder Dachrinnen schnell und gründlich von Schmutz befreit.

Dank seiner konzentrierten Kraft fällt die Reinigungsaktion im Vergleich zur handelsüblichen Bürste leichter und schont gleichzeitig den Rücken. Früher war der Hochdruckreiniger nur für gewerbliche Zwecke konzipiert.

Professionelle Betriebe rund um Garten, Bau und Häuser verwenden bis heute hocheffiziente Gerätschaften, die für den privaten Gebrauch nicht geeignet sind.

Um auch die Nachfrage für private Haushalte zu decken, wurden geeignete Hochdruckreiniger entwickelt, die den Anforderungen in Heim und Garten rundum genügen.

Was kostet ein Hochdruckreiniger?

Hochdruckreiniger gibt es in allen Preisklassen. Die einzelnen Preise richten sich dabei nach dem Anspruch an das Gerät. Die Palette reicht vom Gelegenheitsnutzer bis hin zum Profianwender.

Typ Preisspanne
Standardmodell ca. 50 bis 100 Euro
Heimwerkermodell ca. 100 bis 200 Euro
Profimodell ca. 500 bis 1.500 Euro

Für gelegentliche Anwendungen reicht ein Standardmodell. Hier kannst du günstige Markengeräte finden, die zum Beispiel für den jährlichen „Frühjahrsputz“ geeignet sind. Mit rund 50 bis 100 Euro machst du nichts falsch.

Du brauchst mehr Power und nutzt deinen Hochdruckreiniger mehrmals pro Jahr? Dann ist es vielleicht sinnvoll, dich in der Preisklasse von 100 bis 250 Euro umzusehen. Hier findest du die passenden Geräte für den Heimwerkerbedarf.

Außerdem verkürzt sich mit Geräten in dieser Klasse die Bearbeitungszeit, da sie mit einer besseren und schnelleren Technik ausgestattet sind.

Mit dem Preis steigt natürlich auch die Qualität. Höherer Druck und höhere Fördermenge erzielen schnellere und bessere Ergebnisse. Meist sind die Geräte dieser Klasse mit gutem Zubehör ausgestattet.

Für besondere Reinigungsarbeiten wie zum Beispiel in der Landwirtschaft eignen sich Profimodelle. Diese gibt es ab rund 500 Euro. Nach oben ist keine Grenze gesetzt. So werden Profireiniger auch im vierstelligen Bereich angeboten.

Hier wird maximale Kraft garantiert und eine Wassertemperatur bis zu 150 °C erreicht. Die Modelle in dieser Preisklasse eignen sich für die häufige Anwendung von stark verschmutzten und großen Gegenständen.

Wo kann ich einen Hochdruckreiniger kaufen?

Hochdruckreiniger gehören in das Sortiment eines jeden Baumarktes. Dort wirst du auf jeden Fall eine große Auswahl finden. Neben dem Fachhandel bieten ab und an auch Supermarktketten Hochdruckreiniger in limitierten Sonderangeboten an.

Zahlreiche Hersteller haben die „Allzweckwaffe gegen Schmutz“ online im Angebot. Und auch die großen Internet-Marktplätze wie Amazon und Ebay bieten Hochdruckreiniger an.

Hier einige Baumärkte, Fachgeschäfte und Supermarktketten, die Hochdruckreiniger in ihren Warenhäusern und Onlineshops anbieten:

  • OBI
  • Hornbach
  • Hagebau
  • Bauhaus
  • Toom
  • Aldi
  • Lidl

Welche bekannten Hersteller von Hochdruckreinigern gibt es?

Wenn es um Hochdruckreiniger geht, denken die meisten Menschen direkt an die Marke Kärcher, die oft als Synonym verwendet wird (ähnlich Tesa für Klebeband und Zewa für Küchenrollen). Doch es gibt auch andere Hersteller von Hochdruckreinigern.

Die Firma Kränzle gilt als renommierte Marke von hochwertigen Geräten. Auch Nilfisk und Bosch bieten ein breites Sortiment an Hochdruckreinigern an. Weitere Hersteller sind unter anderem:

  • Stihl
  • Einhell
  • Worx
  • Makita

Können Hochdruckreiniger auch gemietet werden?

Ja, Hochdruckreiniger werden auch vermietet. Der Fachhandel hat sich neben dem Verkauf auf den Verleih spezialisiert. Besonders bei einmaligen Reinigungsaktionen bietet sich das Leihgeschäft an.

Auch kann das Leihen bei der Kaufentscheidung helfen. Hast du ein Produkt in die engere Wahl genommen, kannst du dir von diesem Modell zunächst ein Leihgerät zum Testen holen.

Die Leihgebühr variiert zwischen 10 und 70 Euro pro Tag und hängt vom Gerätetyp ab.

Welche Alternativen zum Hochdruckreiniger gibt es?

Wir haben bereits erwähnt, dass ein Hochdruckreiniger nicht immer die erste Wahl ist. Vor allem bei empfindlichen Flächen stellt sich die Frage nach einer Alternative zum Hochdruckreiniger.

Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, für Sauberkeit zu sorgen. Dabei kommt es in erster Linie auf den Verschmutzungsgrad an. Je dreckiger, desto schwieriger wird es ohne Hochdruckreiniger.

Der erste Reinigungsversuch sollte immer mit mildem Seifenwasser und einem Lappen oder einer Bürste geschehen. Für Laminat gibt es spezielle Reinigungsmittel, ebenso für Keramik oder einige Metalle.

Je weicher das Material ist, desto eher solltest du Abstand nehmen von einem Hochdruckreiniger und es lieber auf diese Weise probieren.

Entscheidung: Welche Arten von Hochdruckreinigern gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Wenn der Grill nach der letzten Feier nicht geputzt, die Terrasse länger nicht gereinigt und dein Zweirad auch schon länger kein Wasser abbekommen hat, sieht das nach langwieriger und harter Putzarbeit aus.

Für grobe Reinigungsarbeiten rund um Haus und Garten gibt es aber eine zeitsparende Alternative zu Schwamm und Bürste: den Hochdruckreiniger.

Wir unterscheiden drei verschiedene Arten:

  • Sprithochdruckreiniger
  • Elektrohochdruckreiniger
  • Mobiler Hochdruckreiniger

Alle Arten eignen sich bei leichteren, mittelschweren und schweren Verschmutzungen. Als Faustregel gilt aber: Je umfangreicher der Reinigungsjob, desto größer und leistungsstärker sollte die Maschine sein.

Je größer die Maschine, desto mehr Druck kann sie erzeugen. Und das bedeutet, dass das Wasser mit mehr Kraft auf die zu reinigenden Gegenstände trifft.

Als Entscheidungshilfe findest du nachfolgend eine Kurzbeschreibung der verschiedenen Hochdruckreiniger-Arten und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.

Was zeichnet einen Sprithochdruckreiniger aus und welches sind die Vor- und Nachteile?

Hochdruckreiniger sind dafür bekannt, besonders umweltfreundlich zu sein. Dennoch gibt es einige Modelle, die für den Betrieb Benzin oder Diesel benötigen.

Auf diese Weise wird eine Unabhängigkeit zur Stromquelle geschaffen, was bedeutet, dass du das Gerät ortsungebunden und flexibel sowie mit hoher Leistung einsetzen kannst.

Diese Geräte sind für den gelegentlichen Hausgebrauch eher nicht geeignet, da das Hantieren mit Sprit eine Gefahrenquelle darstellt und rund ums Haus ja doch immer Strom verfügbar ist.

Zudem ist im Privatgebrauch ein Kabel auch kein so großes Hindernis wie beispielsweise auf einer Baustelle, wo es beschädigt werden kann.

Vorteile
  • Kein Stromkabel im Weg
  • Sehr flexibel
Nachteile
  • Einsatzzeit vom Sprit abhängig
  • Maximale Wassertemperatur niedrig
  • Gefahrenquelle durch Sprit

Zudem musst du beachten, dass zwar ein Treibstofftank, aber im Normalfall kein Wassertank vorhanden ist. Den Wasseranschluss über einen Schlauch benötigst du bei diesen Modellen also trotzdem.

Da die Reiniger eine große Wassermenge in kurzer Zeit benötigen, um den Druck aufrechtzuerhalten, müssten auch mobile Wassertanks neben dem Gerät mehrere 100 Liter fassen.

Benzinbetriebene Reiniger sind außerdem Kaltwasser-Hochdruckreiniger, bei denen das zulaufende Wasser ja nach Modell nur maximal zwischen 40 und 60 °C warm sein darf. Heißeres Wasser verursacht Schäden an der Pumpe.

Was zeichnet einen Elektrohochdruckreiniger aus und was sind seine Vor- und Nachteile?

Auch wenn diese Art des klassischen Hochdruckreinigers nicht ganz so mobil ist wie ein benzinberiebenes Gerät, hat es doch seine Vorzüge. Strom ist im Normalfall immer verfügbar, für einen größeren Bewegungsradius dienen Verlängerungskabel.

Dafür muss kein Benzin gekauft werden, das Hantieren damit fällt also weg. Die Einsatzzeit ist somit auch nicht an die vorhandene Menge Benzin gebunden und ein Betrieb mit Strom passt besser ins Bild der umweltfreundlichen Reinigungsmethode.

Elektronisch betriebene Hochdruckreiniger gibt es in verschiedenen Größen, Leistungs- und damit Preisklassen. Egal wie oft du so ein Gerät brauchst und was damit gereinigt werden soll – im breitgefächerten Angebot dieser Hochdruckreiniger wirst du sicher fündig.

Vorteile
  • Kein Hantieren mit Sprit
  • Viele Leistungsklassen verfügbar
  • Auch Heißwassergeräte verfügbar
Nachteile
  • Stromkabel im Weg
  • Wasserschlauch nötig
  • Zuviel Druck kann Schäden verursachen

Wichtig ist, dass du – vor allem als Einsteiger – nicht mit zu viel Leistung loslegst. Das könnte Flächen oder Geräte, die du reinigen willst, beschädigen. Immer von weniger Druck zu mehr steigern.

Daher ist es wichtig, dass der Hochdruckreiniger deiner Wahl dies zulässt, am besten stufenlos. Hier ist also das Material zu berücksichtigen, das du reinigen möchtest. Gartenmöbel aus Holz beispielsweise vertragen Wasser nur mit geringem Druck.

Eine Spezialart bei den elektrisch betriebenen Reinigern sind Heißwasser-Hochdruckreiniger, deren Bauteile auch zulaufendes Wasser von über 60 °C gut vertragen.

Wenn es schnell gehen muss oder du sehr starke Verschmutzungen entfernen willst, kann wärmeres Wasser die Arbeit erleichtern.

Was zeichnet einen mobilen Hochdruckreiniger aus und welches sind die Vor- und Nachteile?

Bei einem Hochdruckreiniger brauchst du in der Regel immer einen Wasserschlauch, um den Betrieb sicherzustellen. Auch spritbetriebene Geräte sind davon nicht immer ausgenommen, auch wenn sie kein Stromkabel benötigen.

Eine Ausnahme bilden kleine mobile Modelle, die mit Akku und Wassertank ausgestattet sind. Ist die Akkuleistung groß genug, fällt somit zumindest während des Arbeitens das Stromkabel weg.

Da die verbundenen Wassertanks nicht sehr groß sein können, um die Mobilität zu erhalten, darf der Hochdruckreiniger es nicht zu schnell verbrauchen. Daher ist der Druck entsprechend niedriger.

Vorteile
  • Kein Stromkabel
  • Kein Wasserschlauch
  • Ortsungebunden
Nachteile
  • Akku muss aufgeladen werden
  • Beschränkte Leistung
  • Geringer Druck

Wenn du Materialien und Flächen bearbeiten willst, die ohnehin keinen hohen Druck vertragen, kann die Reinigungsleistung eines solchen mobilen Gerätes schon ausreichen.

Allzu lange durchgehende Arbeitszeiten solltest du jedoch nicht einplanen, da diese neben der Wassermenge natürlich auch vom Akkustand erheblich begrenzt wird.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Hochdruckreiniger vergleichen und bewerten

Der Markt bietet zahlreiche Möglichkeiten, einen Hochdruckreiniger zu kaufen. Fach- und Onlinehandel führen ein großes Sortiment von verschiedenen Herstellern. Doch welches Gerät ist das richtige für dich, wenn es um Qualität, Funktionalität und Einsatzbereich geht?

Im Folgenden möchten wir dir wichtige Kaufkriterien aufzeigen, die dir bei der Auswahl des richtigen Gerätes helfen können:

  • Wasserdruck
  • Fördermenge
  • Motorleistung
  • Maximale Wassertemperatur
  • Ausstattung
  • Reinigungsmittel
  • Maße
  • Gewicht
  • Kabel- und Schlauchlänge

Wasserdruck

Der Wasserdruck spielt bei der Reinigung eine große Rolle. Er beschreibt, mit wie viel Kraft das Wasser aus dem Reinigungsgerät gepumpt wird. Die Einheit des Drucks wird in Bar gemessen. Je höher die Zahl, desto mehr Power hat der Wasserstrahl.

Doch hier ist Vorsicht geboten. Nicht jedes Material verträgt viel Druck aus der Düse. Durch eine falsche Einstellung und zu hohen Druck können Geräte, Materialien und Flächen beschädigt werden.

Man mit Hochdruckreiniger

Informiere dich vor der Reinigung immer, ob die zu reinigende Oberfläche dem Druck aus dem Hochdruckreiniger auch standhalten kann. (Bildquelle: 123rf.com / 79807516)

Möchtest du zum Beispiel einen Betonweg von Moos befreien, benötigst du wesentlich mehr Druck als bei der Reinigung eines normal verschmutzten Autos.

Achte hier auf Empfehlungen in der Gebrauchsanweisung und steigere den Druck immer nur langsam. Beginne lieber mit zu wenig als zu viel Power.

Fördermenge

Neben dem Wasserdruck spielt die Fördermenge für die gründliche Reinigung eine große Rolle. Wasserdruck und Fördermenge stehen im unabdingbaren Verhältnis und müssen aufeinander abgestimmt sein.

Arbeitet ein Gerät mit viel Druck und wenig Wasser, hat die Düse einen zu geringen Wirkungsgrad.

Die Fördermenge beschreibt die Wassermenge in Liter pro Stunde. Die auf eine Minutenanzahl konzipierte Einheit nennt sich Schwemmleistung, die den Wasserverbrauch pro Minute angibt.

Um Verschmutzungen gut und einfach zu lösen, empfiehlt sich eine Schwemmleistung von sechs bis zehn Liter Wasser pro Minute beziehungsweise 500 bis 1.200 Liter pro Stunde.

Motorleistung

Die Motorleistung wird in Watt angegeben. Hier kann allgemein gesagt werden: Je höher die Wattzahl, desto stärker der Motor.

Ein starker Motor hilft definitiv bei der Säuberung. Er ist Voraussetzung, um den gewünschten Wasserdruck zu erzielen. Da der Arbeitsdruck bei mindestens 100 bar liegen sollte, wird eine Motorabgabeleistung von rund 1,5 bis 1,6 Kilowatt empfohlen.

Maximale Wassertemperatur

Wie bei allen Reinigungsgeräten hat heißes Wasser eine höhere Reinigungskraft. Doch eine zu hohe Temperatureinstellung ist bei der Anwendung von Hochdruckreinigern nicht in allen Fällen ratsam.

Hier wird eine Wassertemperatur von 40 bis 50 °C empfohlen. 60 °C sollten nicht überschritten werden, da sonst Materialschäden entstehen können.

Die Ausnahme bilden Heißwasser-Hochdruckreiniger, deren Bauteile speziell für höhere Temperaturen ausgelegt sind.

Ausstattung

Hochdruckreiniger können mit verschiedenen Düsenaufsätzen bzw. Sprühlanzen betrieben werden. Zum Standardrepertoire eines jeden Hochdruckreinigers gehört eine Kombi- oder Variodüse sowie eine Rotordüse („Schmutzkiller“).

Im Zubehörsortiment der Hersteller lassen sich jedoch oft noch weitere kompatible Düsenaufsätze für spezielle Anwendungszwecke finden.

Am häufigsten stehen dem Nutzer sogenannte Terrassen- oder Flächenreiniger zur Verfügung, mithilfe derer sich große Flächen zügig reinigen lassen.

Des Weiteren werden für nahezu jedes Gerät auch spezielle Autowaschbürsten mit weichen Borsten zur schonenden Reinigung der Karosserie angeboten.

Rotordüse

Die Rotordüse ist eine sich kreisförmig bewegende Punktstrahldüse, die sich durch die Drehung eines sogenannten Meißeleffektes bedient. Sie entfernt vor allem schwere, großflächige Verschmutzungen beziehungsweise Ablagerungen sehr effizient.

Kombidüse

Mit der Kombidüse lässt sich ein Punkt- sowie ein Flachstrahl erzeugen. Der Punktstrahl konzentriert den Wasserdruck auf eine sehr kleine Fläche, wodurch er äußerst scharf, präzise und kraftvoll ist.

Durch eine einfache Drehbewegung am Düsenkopf lässt sich dieser in einen flacheren und damit auch sanfteren Strahl auffächern.

Reinigungsmittel

Generell können Hochdruckreiniger auch mit Reinigungsmitteln verwendet werden, um das Ergebnis der Reinigung zu verbessern. Umweltfreundlicher wäre natürlich die pure Wasserkraft.

Folgende geeignete Reinigungsmittel-Klassen gibt es:

  •  Allzweckreiniger
  •  Holzreiniger
  •  Steinreiniger
  •  Autoreiniger
  •  Kunststoffreiniger
  •  Strahlmittel

Am besten ist es, wenn du dir zu Beginn gründlich ansiehst, was du reinigen willst und dies dann nach Materialien einteilst. Die Gegenstände, Geräte oder Flächen sollten klarerweise nur mit dem Reiniger behandelt werden, der dafür auch geeignet ist.

Hier ist es wichtig, das Etikett genau zu studieren, um keine Schäden bei den Objekten durch das Mittel zu riskieren. Beachte zudem die Hinweise zu Reinigungsmittel in der Gebrauchsanweisung deines Hochdruckreinigers.

Maße

Wer sich einen Hochdruckreiniger vorstellt, denkt erst einmal an große Maschinen, die sperrig und unhandlich sind. In den vergangenen Jahren hat sich aber in der Entwicklung eine Menge getan und Hochdruckreiniger sind kleiner und handlicher geworden.

Zu vergleichen sind die Naß-Reinigungsgeräte mit großen Staubsaugern, manche sind sogar noch größer. Die Größe ist beim Kauf gerade dann wichtig, wenn du nicht so viel Platz zum Aufbewahren hast.

Kannst du deinen Hochdruckreiniger beispielsweise in der Garage oder einer Gartenhütte unterbringen oder muss ein Schrank herhalten? Mache die Größe des Gerätes von der Antwort auf diese Frage abhängig.

Gewicht

Bei allen bisher genannten Faktoren ist aber auch wichtig, dass sich das Gerät leicht und einfach bedienen und transportieren lässt. Ein Kriterium ist hier das Gewicht.

Viele Hersteller bieten Geräte bereits ab vier Kilogramm an. Besonders Produkte für den Hausgebrauch sind in der „leichten Klasse“ von rund vier bis 15 Kilogramm zu finden.

Profi- und Industriegeräte können hingegen 20 bis 30 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Vorteile der leichten Geräte liegen auf der Hand: Durch leichteres Rollen, Schieben oder Ziehen vereinfachen sich Umgang und Handhabung eines solchen Gerätes.

Kabel- und Schlauchlänge

Jedes strombetriebene Gerät im Haushalt hat eine wesentliche Begrenzung: die Kabellänge. Zu kurze Kabel bedingen nerviges Hin- und herstellen und mehrfaches Einbauen von Verlängerungskabeln. Noch entscheidender ist daher die Schlauchlänge des Gerätes.

Mit Schlauch ist die Verbindung zwischen Gerät und Düse gemeint. Die Schlauchlänge macht dich im Reinigungsprozess noch flexibler.

Du stellt den Hochdruckreiniger besipielsweise auf der Terasse ab und hast mit dem Schlauch noch eine Menge Spielraum, um in Ecken zu kommen, ohne den ganzen Hochdruckreiniger neu zu positionieren.

Je länger der Schlauch am Gerät, desto mehr Handlungsspielraum für dich. Die meisten Reiniger sind mit einem Schlauch von fünf bis 15 Meter ausgestattet.

Auch der Wasserschlauch für den Anschluss an eine Leitung im oder am Haus ist natürlich von Bedeutung, auch wenn herkömmliche Gartenschläuche da meist eine ausreichende Länge haben sollten.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Hochdruckreiniger

Was ist der Unterschied zwischen einem Hochdruckreiniger und einem Dampfreiniger?

Häufig werden beide Begriffe für ein und dasselbe verwendet. Beide arbeiten mit Wasser, aber es gibt doch klare Unterschiede.

Hochdruckreiniger werden überwiegend für den Außenbereich eingesetzt. Terrassen und Außenfassaden können damit mühelos gereinigt werden. Gartenwege werden von Moos und Grünbelag befreit, Mülltonnen und Gartenmöbel sauber abgespritzt.

Selbst hartnäckige Verschmutzungen werden mit einem Hochdruckreiniger schnell und einfach entfernt. Ein Dampfreiniger hingegen arbeitet nicht mit einem kräftigen Wasserstrahl, sondern mit heißem Dampf.

Dampfreiniger Test 2019: Die besten Dampfreiniger im Vergleich

So ein Gerät lässt sich besonders innerhalb des Hauses in vielen Bereichen anwenden und erspart mühevolle Putzarbeiten.

Die Nutzung eines Dampfreinigers ist ausgesprochen umweltfreundlich und sparsam, da keine Reinigungsmittel benötigt werden. Ein Dampfreiniger wird auch gerne von Allergikern genutzt.

Wie viel Wasser verbraucht ein Hochdruckreiniger im Durchschnitt?

Wasser ist das Hauptelement für den Hochdruckreiniger. Durch den Druck muss auch eine gewisse Wassermenge garantiert sein. Wie viel Wasser läuft denn durch so ein Gerät? Das hängt natürlich von der Größe der zu reinigenden Fläche und dem Verschmutzungsgrad ab.

Der Hochdruckreiniger ist mit einer Wasserleitung, meist über einen Gartenschlauch, verbunden und erhält dadurch seine Wasserzufuhr. Das geschieht mit einem Druck von zwei bis vier bar.

Damit der Hochdruckreiniger seine Reinigungswirkung erzielt, erzeugt die eingebaute Hochdruckpumpe einen Wasserstrahl von beispielsweise 145 bar. In einer Stunde verbraucht ein Hochdruckreiniger mit 145 bar rund 500 Liter Wasser.

Welche Materialien kann ich mit einem Hochdruckreiniger reinigen?

Manche Materialien und Flächen reagieren auf Druck sehr empfindlich. Es gilt also achtsam zu überprüfen, ob das zu reinigende Material mit dem Hochdruck des Reinigers umgehen kann.

Lies dazu die Gebrauchsanweisung deines Gerätes genau durch und informiere dich gegebenenfalls im Fachmarkt oder im Internet.

Besonders bei beschichteten Materialien sollte nicht mit zu viel Druck gearbeitet werden. Es besteht die Gefahr, dass die Beschichtung aufplatzt und das Material beschädigt wird.

Stelle dazu sicher, dass du mit wenig Druck startest und dein Gerät es dir erlaubt, den Druck auch langsam und möglichst stufenlos zu erhöhen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128743761.html

[2] http://etm-testmagazin.de/ratgeber/so-funktioniert-ein-hochdruckreiniger

[3] http://www.malerblatt.de/bildung-karriere/nachwuchs/wie-funktioniert-eigentlich-ein-hochdruckreiniger/

Bildquelle: 123rf.com / 28459429

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